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	<title>heipei's weblog &#187; Bücher</title>
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	<description>Johannes 'heipei' Gilger</description>
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		<title>Secrets &amp; Lies / The Code Book</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jan 2007 13:46:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jojo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur mal kurz für zwischendurch zwei sehr schöne Bücher die man relativ gut und schnell lesen kann ohne sich allzusehr anstrengen zu müssen. Secret &#038; Lies ist ein Buch von Bruce Schneier, dem bekannten Sicherheitsexperten (man siehe z.B. die Schneierfacts ;). In dem Buch wird nach und nach jeder nur denkbare Aspekt von Sicherheit beleuchtet. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur mal kurz für zwischendurch zwei sehr schöne Bücher die man relativ gut und schnell lesen kann ohne sich allzusehr anstrengen zu müssen.<br />
<a href="http://www.amazon.de/Secrets-Digital-Security-Networked-World/dp/0471453803/"><img src="/heipei/weblog/secrets_lies_schneier.jpg" alt="Secret &#038; Lies" class="alignleft" /></a>Secret &#038; Lies ist ein Buch von Bruce Schneier, dem bekannten Sicherheitsexperten (man siehe z.B. die <a href="http://geekz.co.uk/schneierfacts/">Schneierfacts</a> ;). In dem Buch wird nach und nach jeder nur denkbare Aspekt von Sicherheit beleuchtet. Sicherheit in dem Fall für Unternehmen, Privatpersonen und das Militär bzw die Regierung (die in vielen Bereichen als Vorreiter gelten und daher oft als Beispiel herangezogen werden). Von den ersten Seiten des Buches an wird klar gemacht dass es keine absolute Sicherheit gibt, und das Sicherheit kein Zustand sondern ein Prozess ist. Wem das vorher nicht ganz bewusst ist wieso das so ist wird es definitiv nach dem Lesen dieses Buches verstehen. Schneier geht an alle Probleme ganz naiv und pragmatisch ran, baut simple Konstruktionen auf (wie sie im Laufe der Geschichte eben so verwendet wurden) um sie kurz darauf mit dem grossen &#8220;aber&#8221; zu verwerfen. Dadurch wird das Buch sehr unterhaltsam und leicht zu lesen. Ein anderer Punkt der dem Buch einen grossen Unterhaltungsfaktor hinzufügt ist dass Schneier zu quasi jedem theoretischen Problem (und dessen Lösung) eine Vielzahl an Geschichten erzählt wie die Sicherheit von System xy dadurch umgangen wurde dass jemand aus Bequemlichkeit Massnahme z überbrückt hat (und dass in den meisten Fällen von Sicherheitsmängel der Faktor Mensch die entscheidende Rolle spielt). Auch bringt er seine Meinung zu Security-by-Obscurity sehr schön zur Geltung (wieder mit vielen Beispielen unterlegt). Fazit: Auf jedenfall lesenswert, der praktische Nutzen hängt davon ab ob man nach dem Lesen des Buchs wirklich anders über Sicherheit denkt oder einfach nur versucht Checklisten abzuarbeiten.<br />
<a href="http://www.amazon.de/Code-Book-Make-Break-Crack/dp/0385730624/"><img src="/heipei/weblog/the_code_book.jpg" alt="The Code Book" class="alignleft"/></a>The Code Book von Simon Singh (dem gleichen Autor wie z.B. Fermat&#8217;s letzter Satz) ist ein kleines Buch über die Geschichte von Verschlüsselung und der darauf folgende Cryptanalyse bis zum heutigen Tage. Dabei muss eigentlich gesagt werden dass das Buch keine Codes behandelt sondern fast ausschliesslich Cyphers (der Unterschied lässt sich mit einem Wort in der deutschen Sprachen anscheinend nicht ausdrücken, aber wird beim Lesen des Buchs klar). Angefangen bei monoalphabetischen Verschlüsselungen (Caeser&#8217;s Shift), polyalphabetische (Vigenere), über die Enigma bis hin zum Public-Key-Verfahren RSA. Dabei erzählt das Buch wie es zu den ganzen Entwicklungen kam, was man versucht um die Verschlüsselung zu knacken und ein bisschen über das Schicksal der Leute die einen wichtigen Part spielten (wie z.B. Mary Queen of Scots die geköpft wurde nur weil es jemand schaffte ihre geheime Nachricht zu entschlüsseln). Das Buch bietet einen super Einstieg in das Thema und ist für Laien absolut verständlich. Eine nette Idee sind noch die gelegentlichen Rätsel im Text und im Anhang die zum entschlüsseln einladen.</p>
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		<title>Die Vermessung der Welt</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Dec 2006 13:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jojo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch dieses Buch kriegte ich dieses Jahr zu Weihnachten geschenkt, jedoch ohne es mir gewünscht zu haben. Quasi erst nachdem ich es ausgelesen hatte fiel mir auf dass ich vom Titel schonmal gehört hatte und das Buch wohl etwas länger auf verschiedenen Bestseller weit oben stand (und sich sehr viele Menschen darüber ausgelassen hatten). Zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Die-Vermessung-Welt-Daniel-Kehlmann/dp/3498035282/"><img src="/heipei/weblog/vermessung_der_welt.gif" alt="Die Vermessung der Welt" class="alignleft"/></a>Auch dieses Buch kriegte ich dieses Jahr zu Weihnachten geschenkt, jedoch ohne es mir gewünscht zu haben. Quasi erst nachdem ich es ausgelesen hatte fiel mir auf dass ich vom Titel schonmal gehört hatte und das Buch wohl etwas länger auf verschiedenen Bestseller weit oben stand (und sich sehr viele Menschen darüber ausgelassen hatten). Zum Glück, denn so konnte ich dieses wirklich schöne Buch komplett vorurteilsfrei lesen und geniessen. Und ein schönes Buch ist es wirklich, es passte sich perfekt in die Reihe der Bücher ein die ich dieses Weihnachten schon gelesen habe.<br />
Das Buch erzählt von niemand geringerem als dem Mathematiker Gauß und dem Entdecker Humboldt. Dabei mischt es teilweise Fakt und Fiktion, was aber kein Stück weit schlimm ist denn was heraus kommt ist eine nicht enden wollende Abenteuerreise, mal mit Humboldt durch Südamerika oder mit Gauß durch die Wirren Deutschlands. Ich fühlte mich grade durch die Reiseberichte, die obskuren Dinge die Humboldt und Bonpland am Orinoko erleben und von denen der Erzähler ebenso nüchtern berichtet wie von Gauß&#8217; kauzigem Auftreten und Humor, ein bisschen an die Entdeckung der Langsamkeit erinnert, jedoch ohne die Langsamkeit die diesem Buch zum Glück fehlt. Ich muss zugeben dass ich es quasi in einem Rutsch gelesen habe (und die letzten 30 Seiten am nächsten Morgen) und die Geschichten so interessant dargestellt wurden dass es mich gar nicht unbedingt interessierte wieviel davon nun jetzt der Wahrheit entsprach und wieviel davon aus der Feder des Autors stammten. Was sehr gut dargestellt ist ist der sich in unterschiedlichen Formen ausdrückende Forschungswahn der beiden Entdecker, die Tollkühnheit und Verrücktheit mit der man an den abgelegensten Orten Messungen durchgeführt werden ohne sich dabei ein Gedanken zu machen wie seltsam man wirken musste.</p>
<blockquote><p>
[...] dann fragte er, wann seine Tochter endlich heiraten werde. Warum wolle die denn keiner, wo sei das Problem?<br />
Eugen strich sich die langen Haaren zurück, [...] und wollte nicht antworten.<br />
Raus mit der Sprache, sagte Gauß.<br />
Um ehrlich zu sein, sagte Eugen, die Schwester sei nicht eben hübsch.<br />
Gauß nickte, die Antwort kam ihm plausibel vor. Er verlangte ein Buch.</p></blockquote>
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		<title>A madman dreams of turing machines</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Dec 2006 21:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jojo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Buch hatte ich auch zu Weihnachten gekriegt, und weil ich GEB noch nicht hatte und zwischendurch natürlich auch was lesen wollte (und dieses von den neuen das mit Abstand schmalste Buch war) entschloss ich mich also einfach mal anzufangen. Dazu muss dazu gesagt werden dass ich das Buch bei Amazon eher spontan und ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/Madman-Dreams-Turing-Machines/dp/1400040302/"><img src="/heipei/weblog/2006/12/madman_turing.jpg" alt="A madman dreams of turing machines" class="alignleft"/></a>Dieses Buch hatte ich auch zu Weihnachten gekriegt, und weil ich GEB noch nicht hatte und zwischendurch natürlich auch was lesen wollte (und dieses von den neuen das mit Abstand schmalste Buch war) entschloss ich mich also einfach mal anzufangen. Dazu muss dazu gesagt werden dass ich das Buch bei Amazon eher spontan und ohne lange zu gucken auf meinen Wunschzettel gelegt hatte, im Endeffekt hatten wohl die Worte Gödel und Turing in der Beschreibung gereicht um mein Interesse zu wecken. Und da die Autorin selber Naturwissenschaftlerinn ist dachte ich erahnen zu können wie dieses Buch geschrieben ist.<br />
Ich will es nicht vorweg nehmen, das Buch ist streckenweise sehr anstrengend zu lesen, ich war ein paar mal kurz davor es einfach für eine unbestimmte Zeit zur Seite zu legen und eins der anderen jungfräulichen Bücher in die Hand zu nehmen. Das Buch geht eigentlich fast gar nicht auf die wissenschaftlichen Werke und Errungenschaften Turing&#8217;s und Gödel&#8217;s ein sondern beleuchtet den Werdegang der beiden mit einer sehr detailbewussten und träumerischen Sprache. Dabei wird Turing&#8217;s Jugendzeit beleuchtet, in der er teilweise sehr leiden musste, seine Zeit an der Universität und die Jahre als Codebrecher im zweiten Weltkrieg, die Idee für die Turingmaschine wird kurz angeschnitten und schliesslich das Geständniss Turing&#8217;s zur Homosexualität, die Hormontherapie und sein Selbstmord.<span id="more-127"></span><br />
Gödel wird von der Zeit an beobachtet zu der anfing sich aktiv am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Kreis">Wiener Kreis</a> beteiligte, seine Ideen hervorbrachte, und immer wieder wird über Gödel&#8217;s Unvollständigkeitssatz philosophiert, von der Autorin selber wie auch von den Characteren. Von Anfang an merkt man quasi Gödel&#8217;s Paranoia, seine krankhaften Züge, dann folgt im zweiten Weltkrieg die Emigration in die Vereinigten Staaten und schliesslich sein Tod durch Unterernährung. Beide Schicksale sind auf eine sehr tragische und teils traurige Weise dargestellt.<br />
Zusammenfassend will ich zweierlei sagen. 1. Das Buch auf Englisch zu lesen erfodert schon Ruhe und Geduld wie ich meine 2. Wer erwartet seinen Horizont was Turing&#8217;s oder Gödel&#8217;s Arbeiten angeht zu erweitern kauft das falsche Buch. Es ist eine langgezogen erzählte Geschichte vom Schicksal beider Männer, der philosophischen Bedeutung ihrer Entdeckungen. Das Buch basiert fast komplett auf Fakten die aus Biographien und Schriften der Personen selber entnommen sind, nur hier und da hat die Autorin sich die Freiheit genommen ein paar Geschehnisse zeitlich so zu verschieben dass sie sich etwas günstiger erzählen lassen. Insgesamt ganz ok, jedoch nichts für jederman.</p>
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		<title>Ein paar Rezensionen</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Dec 2006 00:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jojo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Winterzeit, Lesezeit. Hier ein paar kurze Rezensionen zu den letzten drei Büchern die ich gelesen habe, ich chronologischer Reihenfolge. Der Zahlenteufel Dieses kindlich anmutende Buch hat Flo mir zum Geburtstag geschenkt. Von jedem anderen hätte ich das als Scherz aufgefasst, aber so wusste ich dass was dran sein musste. In der Tat, ich hab das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Winterzeit, Lesezeit. Hier ein paar kurze Rezensionen zu den letzten drei Büchern die ich gelesen habe, ich chronologischer Reihenfolge.</p>
<h3>Der Zahlenteufel</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423620153/"><img class="alignleft" alt="Der Zahlenteufel" src="/heipei/weblog/zahlenteufel.jpg"/></a>Dieses kindlich anmutende Buch hat Flo mir zum Geburtstag geschenkt. Von jedem anderen hätte ich das als Scherz aufgefasst, aber so wusste ich dass was dran sein musste. In der Tat, ich hab das Buch an einem Nachmittag verschlungen.<br />
Die Autoren führen durch die Grundlagen der Mathematik (und damit sind wirklich teilweise Grundlagen gemeint die so grundlegend sind dass sie mir in meiner gesamten Schullaufbahn nicht begegnet sind). Da werden natürlich Dinge wie Primzahlen vorgestellt, aber auch das Konzept von multiplikativ/additiv neutralen Elementen, Fakultät, Fibonacci Zahlen und viele andere Dinge, besonders aber halt Dinge an der Mathematik die einfach interessant, verblüffend oder schlichtweg unerklärbar sind.<br />
Ich denke dieses Buch ist perfekt dazu geeignet in Kindern das Interesse für die Mathematik zu wecken. Aber auch ältere Leute haben noch was davon, denn das Buch zeigt was viele Leute wahrscheinlich nicht wissen, dass die Mathematik eben nicht &#8220;in sich abgeschlossen&#8221; ist und dass es noch immer viele Dinge gibt die erforscht werden wollen.</p>
<h3>Fight Club</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/Fight-Club-Chuck-Palahniuk/dp/0099765217/"><img class="alignleft" alt="Fight Club" src="/heipei/weblog/fightclub.jpg"/></a>Fight Club sollte denke ich jedem hinreichend bekannt sein. Dass der Film auf einem Roman von Chuck Palahniuk basiert (welcher wiederum auf einer 7-seitigen Short-Story vom gleichen Autor basiert) ist wahrscheinlich nicht so bekannt. Habe die englische Ausgabe gelesen (wie ich es eigentlich versuche bei alle meinen Büchern zu machen) und war sehr zufrieden mit der gebotenen Unterhaltung.<br />
Dazu muss gesagt werden dass es ein klein bisschen enttäuschend ist wenn man den Film schon kennt, ist doch grade die Schizophrenie des Erzählers das eigentlich Überraschende. Wenn man dieses allerdings schon im vorraus weiss fallen einem direkt beim ersten Lesen unzählige Hinweise darauf auf.<br />
Insgesamt hält sich der Film fast haargenau an das Buch, viel ausgelassen wurde meiner Meinung nach auch nicht da das Buch relativ kompakt und schnell zu lesen ist. Der Stil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, und auch hier muss man es sich wie im Film vorstellen, nämlich dass man urplötzlich mitten in den interessanten Situationen drin ist ohne die unwichtige Einleitung wie es dazu kam. </p>
<blockquote><p>You wake up at O&#8217;Hare, you wake up at LAX. Mix equal parts of gasoline and orange juice and you get napalm. I know this because Tyler knows this.</p></blockquote>
<p>Auch nett ist das aktualisiert Nachwort des Autors der auf zwei Seiten darstellt was der Film für Wellen geschlagen hat und wie sehr ihm dies doch am allerwertesten vorbeigeht und dass er definitiv nicht weiss wo der nächste Fight-Club in der Stadt ist.</p>
<h3>Fermats letzter Satz</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/Fermats-letzter-Satz-Simon-Singh/dp/342333052X/"><img class="alignleft" alt="Fermats letzter Satz" src="/heipei/weblog/fermats_letzter_satz.jpg"/></a>Dieses Buch hatte ich mir mitgenommen weil abzusehen war dass ich Fight Club im Zug nach hause zuende haben würde. Und jetzt da ich das Buch ausgelesen habe ärgere ich mich maßlos darüber dass es schon zu ende ist und dass ich die anderen beiden Bücher vom Autor, Simon Singh, in Aachen habe liegen lassen.<br />
Ok, zunächst folgendes: Dieses Buch ist ein <b>must-have</b>, definitiv und ohne Ausnahme. Ich habe noch nie etwas mit soviel Tiefgang und gleichzeitig so spannendes gelesen dass gleichzeitig von Mathematik handelt.<br />
In dem Buch wird alles behandelt was zu Fermats berühmten letzten Satz beitrug, sehr viel Geschichtliches vorallendingen, die diversen Lösungsversuche, die Schicksale aller Beteiligten werden bis ins kleinste nachverfolgt. Dabei wird klar wie tragisch der Lebenslauf vieler mathematische Genies ein Ende nahm. Auch werden alle Puzzlestücke die Andrew Wiles, der schliesslich im Jahre 1995 (also fast 350 Jahre später) die Vermutung Fermats bewies, für seine Lösung benötigte zusammengetragen. Nebenbei lernt man noch sehr viel über mathematische Dinge, angefangen vom Satz des Pythagoras. Man sollte jedoch nicht erwarten dem Beweis ein Stück näher gekommen zu sein nachdem man dieses Buch gelesen hat, er bleibt fast so unverständlich wie zuvor, aber man bekommt einen Eindruck davon was man sich alles aneignen müsste um ihn in seiner Vollständigkeit zu verstehen. Was sicherlich auch noch sehr wichtig ist wie Singh ganz klar darstellt wie Mathematiker arbeiten, wie sie denken, wie sie miteinander Probleme lösen und was ein mathematischer Beweis und was nur eine Vermutung ist.<br />
Das Buch ist unglaublich gut zu lesen, mehr als spannend und so dicht mit Informationen gepackt dass man danach das Buch mit der Genugtuung zur Seite legen kann sich nicht nur prächtig unterhalten sondern auch seinen Wissens- und Vorstellungshorizont immens erweitert zu haben. Zwischendurch ist es fast schon ein Krimi, denn obwohl man weiss dass Wiles&#8217; Beweis seit 1995 gültig ist, fängt man an zu fiebern wenn man im Buch von Fehlern in seiner ersten veröffentlichten Form die Rede ist. Ausserdem gibt dieses Buch einem das Gefühl dass in dem Hasenbau Mathematik viel mehr drin steckt als man vielleicht erahnt und dass bei weitem nicht alles erforscht oder bewiesen ist und dass selbst die Grundmauern zu keiner Zeit absolut sicher stehen.<br />
Fazit: Sofort lesen, ihr werdet es nicht bereuen.</p>
<blockquote><p>Es ist unmöglich, einen Kubus in zwei Kuben zu zerlegen, oder ein Biquadrat in zwei Biquadrate, oder allgemein irgendeine Potenz größer als die zweite in Potenzen gleichen Grades. Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist der Rand hier zu schmal, um ihn zu fassen.</p></blockquote>
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		<title>The Thin Red Line</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Apr 2006 15:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jojo</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da ich vorhin das Buch zuende gelesen habe warte ich nicht länger und stell euch nicht nur das Buch selber, sondern die beste Kombination aus Romanvorlage, Filme und Soundtrack wo gibt (ich wurde darauf hingewiesen mich nicht ganz so geflügelt auszudrücken wie im letzten Post). Die Geschichte handelt von einer Kompanie US-Infanteristen die im zweiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/heipei/weblog/thin_red_line.jpg" alt="The Thin Red Line" class="alignleft" />Da ich vorhin das Buch zuende gelesen habe warte ich nicht länger und stell euch nicht nur das Buch selber, sondern die beste Kombination aus Romanvorlage, Filme und Soundtrack wo gibt (ich wurde darauf hingewiesen mich nicht ganz so geflügelt auszudrücken wie im letzten Post).<br />
Die Geschichte handelt von einer Kompanie US-Infanteristen die im zweiten Weltkrieg die von den Japanern besetzte Pazifik-Insel Guadalcanal einnehmen sollen. James Jones, der Autor des Romans, war selber an den Kampfhandlungen beteiligt und gibt mit seinem Buch einen nüchternen und realistisch wirkendes Zeugniss von der Art wie der Jungle-Krieg den einzelnen Soldaten beeinflusst, vereinsamt und unmenschlich macht. Die Namen der Charaktere und auch der einzelnen Begebenheiten und das Gelände sind frei erfunden, Jones wählte die tatsächliche Schlacht um Guadalcanal nur um einen glaubwürdigen Hintergrund zu haben da sonst ein Teil der Bedeutung verloren gegangen wäre, wie er im Vorwort erklärt.<span id="more-88"></span><br />
<b>Der Roman</b><br />
<img src="/heipei/weblog/thin_red_line_keck.jpg" alt="The Thin Red Line" class="alignleft" />Nun war ich in der doofen Situation den Film schon wirklich auswendig zu kennen bevor ich mir das Buch zulegte. Ich hatte die Befürchtung ähnlich enttäuscht zu werden wie bei diversen anderen Filmen, die einfach von der Länge her nicht ausreichten um auch nur annähernd das zu vermitteln was der Autor eigentlich im Sinn hatte (LOTR Fans nicken jetzt wahrscheinlich). Das Buch (500 Seiten) ist keine Geschichte für Krieg-Fanatiker oder Leute die es lieben sich in technischen Details der Kriegsführung zu verlieren (wie z.B. bei Tom Clancy Romanen). Viel mehr beschreibt es sehr detalliert die einzelnen Charaktere (und davon gibt es soviele dass es wirklich schwer fällt die Namen auseinander zu halten) und wie der Krieg sie verändert. Allgemein merkt man dass das Töten, das ständige in-Angst-leben, die Einsamkeit, die immer deutlicher werdende Sinnlosigkeit, die Männer abstumpft, bis sie aufgrund dieses Schutzmechanismus nicht mehr menschlich wirken. Dabei wird keine Wertung darüber abgegeben wie jeder damit klar kommt was um ihn herum passiert, der Leser kann verstehen wie selbst die abscheulichsten Taten in diesem Umfeld passieren können. Verstärkt wird das Ganze durch die absolute Abgeschiedenheit von der Aussenwelt. Keine Städte, keine Frauen, nur der ewige Jungle und Hügel um Hügel die nur mit Nummern bezeichnet werden und hinter denen der Feind sitzt und ebenso verzweifelt wartet. Das Ganze Schauspiel wiederholt sich so oft dass man schnell die Übersicht verliert wieviele Tage man dort ist, wieviele Hügel man eingenommen hat oder wieviele der eigenen Kameraden umgekommen sind. Zum Schluss gelingt es natürlich ganz Guadalcanal einzunehmen und die GIs besteigen auf der letzten Seite wieder das Landungsschiff mit dem sie gekommen sind.<br />
<b>Die Filmumsetzung</b><br />
<i>I seen another world. Sometimes I think it was just my imagination.</i><br />
<img src="/heipei/weblog/thin_red_line_hill.jpg" alt="The Thin Red Line" class="alignleft" />Der Film (1998) ist eine sehr schöne und gut gewerte Interpretation von Jones&#8217; Buch. Ich denke der Autor hätte dem Film voll zugestimmt hätte er ihn gesehen. Starbesetzt mit Schauspielern wie Nick Nolte, Jim Caviezel, Woody Harrelson, Sean Penn und vielen anderen bekannten Gesichter kann man sich auf echte Emotionen gespannt machen (Travolta und Clooney haben auch kurze Auftritte). Im Film wird der Fokus stärker als im Buch auf Pvt Witt (Caviezel) gelegt, der einfältige Südstaatenjunge der unter anderem den Film erzählt. Ein besonderes Element sind die Flashbacks unter starkem Feuer an denen die Soldaten an ihre Frauen zuhause denken, wie sie sie zärtlich berühren oder einfach an einen schönen Sommerabend zusammen. An diesen Stellen kommt der Soundtrack voll zur Geltung, aber mehr dazu später. Oder die Momente an denen man lange Passagen nur Naturaufnahmen von schlüpfenden Kücken oder Krokodilen sieht (hört sich albern an, hat aber wirklich Wirkung).<br />
Die Umsetztung ist perfekt gelungen. Natürlich war es unmöglich alle zig Hügel die eingenommen wurden zu verfilmen, und auch mit der Anzahl der Charaktere die an die Heimat denken musste man sich aus Zeit- und Übersichtlichkeitsgründen ein wenig zurückhalten. Zwischendurch merkt man aber sehr stark welche Stellen genau ausgelassen wurden, denn die Stellen die tatsächlich verfilmt wurden wurden quasi 1:1 übernommen. So konnte ich die Dialoge im Buch von z.B. Col. Tall (Nolte) mit Cpt Stein, oder etwa die Ansprache von Cpt Bosch (Clooney) schon fast beim Lesen mitsprechen. Auch das Kriegsgeschehen selber wurde sehr gut umgesetzt, und für Leute die sich beim Lesen überhaupt nicht vorstellen können wie das Terrain aussieht ist der Film hilfreich (in so fern ganz gut dass ich ihn vorher gesehen hatte).<br />
<b>Der Soundtrack</b><br />
<i>Love. Where does it come from? Who lit this flame in us? No war can put it out, conquer it. I was a prisoner. You set me free.</i><br />
<img src="/heipei/weblog/thin_red_line_caviezel.jpg" alt="The Thin Red Line" class="alignleft" />Der Soundtrack, komponiert von Hans Zimmer der auch durch andere Filme sehr bekannt ist, ist was meiner Meinung nach einen großen Teil der Überzeugungskraft des Films ausmacht. Besonders wenn die Soldaten die Erzählerstimme übernehmen, die Kampfgeräusche ausblenden, die kurzen Erinnerungen an Zuhause gezeigt werden, geht der Soundtrack unter die Haut. Die Stücke hören sich alle relativ ähnlich an, und sich gemischt mit düsteren bedrückenden Passagen und kurzen Momenten in denen ein Stück Hoffnung auf Erlösung durchschimmert bevor einen die Realität wieder einholt. Das Hauptthema wird in fast allen Stücken immer wieder mal kurz angespielt, allerdings leise und nur von Streichern.<br />
<b>Fazit</b><br />
Während das Buch aufgrund seiner Länge und dem Thema sicherlich nicht für jeden in Frage kommt (und ich auch nicht weiss ob die Übersetzung was taugt ;) ist der Film etwas was man sich auf jeden Fall anschauen sollte, auch wenn man sonst keine Kriegfilme mag da sie zu traurig oder brutal sind. Bis auf den Jungle hat The Thin Red Line mit Filmen wie Platoon, Apocalypse Now oder We Were Soldiers nicht viel zu tun. Allein die schauspielerischen Leistungen sind es wert sich diesen Film anzugucken. Dass The Thin Red Line zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme gehört sollte selbstredend bzw. an der Länge des Artikels zu erkennen sein ;).</p>
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